Aktuelles Lexikon

 Paralympics

Vom 15. bis 24. August finden in Atlanta die  Paralympics , wie die Olympischen Spiele der behinderten Menschen bezeichnet

 werden, statt. Mannschaften aus 121 Nationen kämpfen mit gleichem Ehrgeiz um Medaillen wie Menschen ohne Behinderung. Die Wettkämpfe gehen

 auf den deutschstämmigen Neurologen Sir Ludwig Guttmann zurück, der im Jahre 1948 in Stoke Mandeville in England die ersten Sportspiele für

 Rollstuhlfahrer ins Leben rief. Sie wurden am selben Tag wie die Olympischen Spiele eröffnet. Mit weltweiter Beteiligung werden sie erst

 seit 1960 veranstaltet. In der Regel finden sie in der Stadt der Olympischen Spiele statt. Waren zunächst nur Gelähmte dabei, kamen 1976 in

 Toronto Amputierte, Blinde und Sehbehinderte dazu. Bei den Wettbewerben in Atlanta machen erstmals auch geistig behinderte Menschen mit.

 Über die Herkunft des Begriffs  Paralympics als offizielle Bezeichnung der Spiele seit 1988 gibt es unterschiedliche

 Ansichten. Die einen sehen in ihm eine Synthese der Worte 'Paralyse' (Bewegungslähmung) und 'Olympics', andere leiten ihn von der

 griechischen Vorsilbe 'para' ab, die 'daneben' bedeutet. Zu den paralympischen Disziplinen gehören unter anderem Basketball, Schwimmen,

 Radfahren, Reiten, Marathon und Goulball, den Blinde mit klingenden Bällen auf dem Boden spielen. Sie finden mit ihren durchaus

 beachtlichen sportlichen Erfolgen in der Öffentlichkeit wenig Beachtung.

dah.

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