Ein Mann bringt Licht in die Schattenseiten des Lebens
Helmut Steinmann, Präsident des Landesamtes für Versorgung und Soziales in Frankfurt, geht in den Ruhestand


FRANKFURT A.M. Der Präsident des Hessischen Landesamtes für Versorgung und Soziales (HLVS), Helmut Steinmann ist am Dienstag in Frankfurt in den Ruhestand verabschiedet worden. Sozialstaatssekretär Karl-Winfried Seif und die Spitzen der Sozialverbände und Selbsthilfeorganisationen würdigten die Leistungen des scheidenden Präsidenten. "Beispielhafte Pflichterfüllung und herausragendes Engagement für die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, in einer seltenen Kontinuität zeichnen das Berufsleben von Helmut Steinmann aus, das er ausschließlich in der Versorgungsverwaltung verbracht hat." Wie kein anderer habe Steinmann in seiner fast 47jährigen Dienstzeit die Verwaltung von der Pike auf kennen gelernt und entscheidend mitgeprägt. In allen Funktionen habe er sich durch Leistung und Feingefühl in Umgang mit Menschen allseits Respekt verdient, betonten der Staatssekretär und die Verbandsspitzen. Am 25. Juli 1937 geboren begann Steinmann am 1. Juni 1954 als Verwaltungslehrling beim heutigen Amt für Versorgung und Soziales in Gießen. Vom mittleren Dienst führte sein Weg gradlinig über den gehobenen in den höheren Dienst. Von 1976 bis 1982 vertrat er die Interessen aller Beschäftigten im Geschäftsbereich des Sozialministeriums als Hauptpersonalratsvorsitzender. Ende 1981 übernahm er die Leitung der Personalabteilung des Landesamtes. Nachdem er eineinhalb Jahre die Leitung des Versorgungsamtes Frankfurt, des größten in Hessen, innehatte, kehrte Steinmann im Oktober 1987 als Vizepräsident und Personalchef ins Landesamt zurück, wo er in Juli 1993 zum Präsidenten berufen worden war.
Seif erläuterte die Entscheidung des Kabinettsausschusses über die Zukunft der Versorgungsverwaltung. Danach wird das Landesamt für Versorgung und Soziales in Frankfurt am 31. Dezember 2001 als Sonderverwaltung aufgelöst und in das Regierungspräsidium Gießen integriert. Die sechs Versorgungsämter in Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Fulda und Kassel bleiben. Die Dienst-, Fach- und Budgetverantwortung bleibt im Sozialministerium.
In den vergangenen Jahren habe sich die Behörde mit der erweiterteten Bezeichnung "Versorgung und Soziales" durch besonderes soziales Engagement und das Streben nach Bürgernähe ausgezeichnet, hoben die Selbsthilfeorganisationen hervor.
Ursprünglich zur Unterstützung und Versorgung von Kriegsopfern und deren Angehörige konzipiert, versorgt sie heute auch die Opfer von Gewalttaten und Menschen, die im Wehr- oder Zivildienst oder durch eine gesetzlich vorgeschriebene Impfung gesundheitlich geschädigt worden sind. dah

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