Eintrag der Anni und Keyvan Dahesch Stiftung in das Goldene Buch der Stiftungen am 03.12.2006 im Kaisersaal

Es gilt das gesprochene Wort!

Foto Petra Roth
Bildbeschreibung: Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra roth steht am Puld und hält ihre Ansprache

Sehr geehrte Frau Dahesch,
sehr geehrter Herr Dahesch,
sehr verehrte Damen und Herren,
als Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main
ist es für mich eine besondere Freude und Ehre,
gerade an dem heutigen Welttag
der Menschen mit Behinderungen,
den Eintrag Ihrer Stiftung
in das Goldene Buch der Stiftungen
miterleben zu können.

Ich möchte Ihnen heute die Stiftungsgründer,
die neue Stiftung sowie ihre Hintergründe und Leitgedanken vorstellen,
nachdem in den letzten Monaten
die formalen Schritte
der Stiftungsgründung abgeschlossen wurden.

Ihnen sehr verehrte Frau und Herr Dahesch
sowie allen anderen Gästen sage ich
- auch im Namen des Magistrats -
ein herzliches Willkommen.

Wir sind Ihnen aus vielerlei Gründen
für Ihre Entscheidung außerordentlich dankbar.
Bevor ich Ihre Stiftung vorstelle,
möchte ich Sie Frau und Herr Dahesch
durch Fakten vorstellen.

Zur Person Keyvan Dahesch:

Des Weiteren
Erlernen des journalistischen Handwerks
in der Freizeit bei der DPA, FR, Offenbach Post
und dem HR.

Für Ihr ehrenamtliches Engagement
für die Belange von Menschen mit Behinderungen
und ihre journalistische Tätigkeit
erhielten Sie zahlreiche Auszeichnungen,
darunter

1983 Ehrenbrief des Landes Hessen

1986 Goldene Ehrennadel des VdK Deutschland

1986 u. 1990  Medienpreis der Bundesarbeitsgemeinschaft
der freien Wohlfahrtspflege

1988 Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main

1996 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

1997  Goldene Ehrenmedaille
des Blindenbundes Hessen

2004 Goldene Ehrenplakette des LWV Hessen
Seit 1966 sind Sie mit Frau Anni Westerweller verheiratet.

Und nun Frau Dahesch zu Ihrer Person ein paar Fakten:

Trotz Ihrer eigenen Sehbehinderung
und Ihrer eigenen ehrenamtlichen Tätigkeit
haben Sie Ihren Mann stets tatkräftig
bei seinem Engagement unterstützt.

Für Ihren unermüdlichen Einsatz
für sozial schwache Menschen erhielten Sie 1993
die Ehrennadel des Paritätischen
Wohlfahrtsverbandes und 2002
die Verdienstmedaille des Verdienstordens
der Bundesrepublik Deutschland.

Sehr verehrte Frau Dahesch und Herr Dahesch,
durch Ihr jahrzehntelanges berufliches
und ehrenamtliche Engagement,
haben Sie Beide
vieles für die Belange von Menschen
mit Behinderungen getan.

Zu Ihrer am 13.06.2006 errichteten
und am 22.08.2006 rechtsfähig genehmigten
Anni und Keyvan Dahesch Stiftung
haben Sie sich auch
aufgrund Ihrer eigenen Behinderung
und des von Ihnen Erlebten entschlossen.

Sie beabsichtigen damit
einen nachhaltigen
und in Ihren Augen bescheidenen Beitrag
zur Lebenserleichterung der Menschen
mit Schwerstbehinderungen zu leisten;
den ich im höchsten Maß anerkenne.

Durch die Errichtung Ihrer Stiftung
hier in Frankfurt am Main,
zeigen Sie auch Ihre Verbundenheit
mit der Stadt Frankfurt am Main als Ihre Heimat; worüber ich mich als Oberbürgermeisterin dieser Stadt besonders freue.

Ihre Stiftung ist gewidmet der Förderung
und Unterstützung von aufgrund körperlicher,
geistiger oder seelischer Gebrechen
hilfebedürftigen Personen durch Finanz-
und Sachzuwendungen im Sinne
von Hilfe zur Selbsthilfe.

Gefördert werden vornehmlich solche Maßnahmen,
die nicht von den allgemeinen Sozialhilfeträgern übernommen werden.

Die Stiftung wird die Maßnahmen
durch eigene Projekte fördern,
sie kann sich aber auch an Förderprojekten
anderer privater oder öffentlicher Institutionen beteiligen.

Die genannten Beispiele zur Zweckverwirklichung
sind nicht abschließend,
die Stiftung kann vielmehr alle Möglichkeiten ergreifen, die zur Erfüllung des Stiftungszwecks notwendig sind. Sie ist in Ihrem Wirkungskreis nicht bestimmt,
kann im In- und Ausland tätig werden.

Meine Damen und Herren,
wir leben in einer Zeit des Wandels
und großer Herausforderungen.

Um diese Herausforderung zu meistern
und die Chancen zu nutzen,
die es immer gibt,
bedarf es viel Freiheit im Denken,
braucht es Kreativität.

Hier liegt der Wert von Stiftungen.

Ihr Wirken setzt keinen allgemeinen Konsens,
keine Mehrheit,
keine langwierigen Entscheidungsprozesse voraus.

Stiftungen können unkonventionell
und schnell handeln und helfen.

Sie können deshalb besser als andere
die Rolle eines Vordenkers übernehmen,
Grenzen überschreiten,
unkonventionelle Wege modellhaft erproben.

Stiftungen sind darüber hinaus Institutionen
unserer Gesellschaft,
mit deren Hilfe Bürger versuchen,
im Sinne des Gemeinwohls Wandel zu bewirken,
ohne dabei Stabilität aufzugeben.

Demokratische und offene Gesellschaften
bieten ein geeignetes Umfeld
für Initiativen der Bürger und damit für Stiftungen.

Stifter sind Partner bei der Bewältigung
von Zukunftsaufgaben des Landes.

Auch Ihre Stiftung sehr verehrte Frau und Herr Dahesch, soll in diesem Sinne ein Zeichen setzen,
Zeichen für bürgerschaftliches Engagement
und für Zukunftsoptimismus.

Sie wollen damit Ihren Beitrag leisten
um die Vision einer nachhaltigen
gesellschaftlichen Entwicklung der Wirklichkeit
ein Stück näher zu bringen für uns
und für künftige Generationen.

Ihre neue Stiftung
wird einen besonderen Platz in der Stiftungslandschaft einnehmen und ich hoffe,
die Stiftung wird diese und weitere Ziele erreichen.

Sehr verehrte Frau Dahesch,
sehr geehrter Herr Dahesch,
im Namen der Stadt Frankfurt am Main
nochmals Dank und Anerkennung
für Ihr Engagement und der Stiftung viel Erfolg.


Created: 2006/20/01 17:56  

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